Warum braucht die Welt Schwitzhütten? Was ist eine Schwitzhütte überhaupt?
Eine Schwitzhütte ist ein uralter, heiliger Raum. Ein Ort, gebaut aus Zweigen, Decken und Erde, genährt vom Feuer, dem Atem der Steine und der Tiefe der Dunkelheit. Ein Ort, an dem wir uns erinnern, wer wir sind und schon immer waren.
Das große Thema einer Schwitzhütte ist immer Reinigung. Egal unter welchem Stern die Schwitzhüttenzermonie stattfindet. Ob wir für die Ahnen schwitzen wie im November. Oder zum Fruchtbarkeitsfest Beltaine in der Hütte sitzen. Oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Immer geht es um tiefgreifende Reinigung. Wir brauchen Reinigung. Immer und immer wieder. Für jede Entscheidung die du triffst, für jeden neuen Schritt, den du gehen willst. Für jedes Wachstum was ansteht. Immer ist es damit verbunden, etwas hinter sich zu lassen oder sich von etwas oder jemanden zu verabschieden. Je bewusster wir das tun, desto mehr Frieden kann einziehen und so sind deine Schritte klarer und kraftvoller. Schwitzhütten Zeremonien sind in diesen Zeiten für mich essentiell.
Meine erste Schwitzhüttenerfahrung
Mitte der Neunziger saß ich zum ersten Mal in einer Schwitzhütte.
Die Hitze war drückend, der Duft der glühenden Steine erdig und alt, die uralten Gesänge und Gebete gingen mir durch jede Zelle.
Ich spürte, wie Schicht um Schicht von mir abfiel – altes Gepäck, Geschichten, die ich nicht mehr tragen musste. Erinnerungen kamen zurück.
Es war meine Initiation in den schamanischen Weg!
Dort, im Schoß von Mutter Erde, habe ich begriffen: Wir sind nicht getrennt von der Erde. Wir sind Teil von ihr. Alles ist beseelt.
Wie eine Schwitzhütte wirkt
In der Schwitzhütte verbinden sich die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde zu einem lebendigen Heilraum.
Das Feuer erhitzt die Steine, das Wasser schenkt ihnen Dampf, der Dampf umhüllt dich und du beginnst, weich zu werden und dich zu öffnen.
Hier kannst du gehen lassen, was dich beschwert, deine Gebete und Absichten in den Raum geben, Heilung empfangen und neue Kraft schöpfen.
Die Schwitzhütte erinnert uns an etwas, das wir tief im Inneren längst wissen: Wir sind Teil eines großen Kreises. Im dunklen Raum der Schwitzhütte sitzen wir Seite an Seite und schwitzen miteinander. Hier kannst du dich wieder erinnern. An den Frieden, an Verbindung und an die Kraft der Gemeinschaft. Hier kannst du wieder zu einer Keimzelle werden, die all das Gute verkörpert was uns in der Welt da draußen mehr und mehr abhanden zu kommen scheint.
Warum sie gerade jetzt so wichtig ist
Warum braucht die Welt Schwitzhütten?
Wir leben in einer Zeit, in der vieles auseinanderdriftet. Die Welt ist laut, schnell, fordernd und extrem fragmentiert.
Menschen verlieren den Kontakt zu sich selbst, zur Natur, zueinander. Die Schwitzhütte ist ein Gegenpol zu dieser Bewegung.
Sie bringt uns zurück ins Wesentliche. Hier zählt nicht, wer du im Alltag bist oder welche Geschichten du dir erzählst oder trägst. An diesem Ort zählt nur, dass du bereit bist, dich zu zeigen, zu atmen, zu fühlen und wieder ganz bei dir anzukommen.
Neu geboren verlässt du die Schwitzhütte und kannst der Welt und deinen Liebsten Liebe, Frieden und Verbindung schenken.
Einladung zu Mabon
Am 20. September öffnet sich der Schwitzhütten Kreis zu Mabon, der Herbst Tag-und-Nacht-Gleiche.
Ein Wendepunkt im Jahresrad, der uns einlädt, Balance zu finden, Ernte zu würdigen und das Licht in die dunkler werdenden Tage zu tragen.
Es ist ein besonderer Moment, um innezuhalten und dich bewusst neu auszurichten.
Sichere dir jetzt deinen Platz – die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Hier geht es zur Anmeldung: Schwitzhütte
Wenn du diesen Weg gehen willst, bring nur eines mit: Offenheit.
Die Schwitzhütte wird dich finden, wenn es Zeit ist.
Vielleicht ist es ja jetzt der richtige Zeitpunkt.