„Die Stille ist die Schwester des Göttlichen“ (John O´Donohue)

Der Luxus der Stille. Wir leben in einer hektischen, überaktiven und von Dauerberieselung geprägten Zeit. Wundert es dich, wenn vielen Kindern Überaktivität als Krankheit diagnostiziert wird oder bei vielen Menschen das Nervenkostüm völlig blank liegt? Kaum ein Ort, ein Platz, ein Zustand an dem deine Sinne nicht durch ständigen Input gefordert sind. Dein Geist wird unaufhörlich gefüttert von akustischen und visuellen Informationsfluten die jeden Elefanten zusammenbrechen lassen würden.

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Angestellter auf Laptop eingeschlafen

Und wenn du einmal Ruhe und Stille haben könntest – im Bus, beim Warten in der Arztpraxis, beim Warten auf eine Verabredung, sitzend im Park oder im Grünen sorgst du dafür, das du immer gut gefüttert bist mit deinen Smart – und anderen Phones, Tablets, etc…. Immer in Kontakt mit der Außenwelt!

Wo bleibt der wichtigste Kontakt? Der Kontakt zu dir und zu deiner Seele?

Ein Grund für die Unzufriedenheit vieler Menschen ist nicht das Zuviel oder der Stress an der Arbeit, im Beruf oder Zuhause.

Es ist der Stress, sich keine Zeit zu schenken für  Stille.

Die Stille ist eine Schwelle. Eine Schwelle, die bewusst überschritten werden will. Es braucht etwas Mut, in der heutigen Zeit, diese Schwelle zu überschreiten. Die Stille ist zu einem Luxusgut geworden. Der Raum, den du betrittst, mag dir am Anfang etwas ungewohnt sein. Es kann sein, das du dich anfänglich etwas verloren fühlst. Der Raum der Stille bringt dich nämlich in Kontakt mit deinem Allein Sein, mit deiner Einsamkeit. Wenn du diesen Aspekt deines Seins nicht magst, wird es dir schwer fallen, den Raum der Stille zu betreten. Um die Stille genießen zu können und einen Kontakt zu ihr zu bekommen musst du ihr Vertrauen schenken. Vertrauen, das du dich nicht verlierst in  deiner Einsamkeit.

In diesem Vertrauen  wirst du fähig sein, völlig einzutauchen in die Stille. Hier offenbart sich dir deine innere Führung. Die Stimme, die der rote Faden auf deinem Seelenpfad ist. Die Führung, die dir genau sagt, was richtig und wichtig ist. Was wesentlich ist und welche Schritte wichtig sind. Die es jetzt zu gehen gilt in deinem Leben. Die Stille schenkt dir ein ganz wunderbares und kostbares Geschenk – den Kontakt zu deinem Kern, deiner Seele, deiner Tiefe, deiner Göttlichkeit.

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Du brauchst keine stundenlange Meditationspraxis zu üben.

Das entspricht oft nicht dem eigenen Lebensrhythmus. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich bin eine Freundin von leichten, alltagstauglichen Handlungen. Es muss einfach, pur und unspektakulär sein. Es braucht allerdings  ein Minimum an Selbstliebe und Disziplin. Eine gewisse ritualisierte Regelmäßigkeit. Aus meiner Erfahrung hat es sich bewährt, den Tag mit einigen Augenblicken Stille zu beginnen und Abends den Tag mit einigen Stilleminuten ausklingen zu lassen.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mein Handy öfters mal zu Hause zu lassen. Beim Autofahren keine Musik zu hören. Nicht ständig abrufbereit zu sein.

Probier es aus! Es wirkt.

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