Das Feine und Zarte in dir.

Jeder Mensch hat einen feinen und zarten Anteil in sich. Du meinst, du hast diese Seite nicht? Oder du willst damit gar nichts zu tun haben, weil du dich dann ungeschützt, verletzlich und schwach fühlst? Sie ist trotzdem da. Diese feine und zarte Seite in dir. Es handelt sich dabei um einen Aspekt, der so oft untergeht im täglichen Leben, weil du so damit beschäftigt bist, deine Frau oder deinen Mann zu stehen. Doch dieser Aspekt gehört zu dir, will wahrgenommen und gesehen werden und einen Ausdruck bekommen! Die feine und zarte Seite in dir ist diejenige, die dich die Verbindung zu deiner Seele immer wieder spüren lässt.

Ich wollte diesen Aspekt in mir sehr lange nicht wahrnehmen und habe tapfer versucht, das Zarte in mir hinter einer Schale von Härte und blindem Aktionsmus zu verstecken. Bis mich mein Rücken, schon mit Mitte Zwanzig, mit einem Bandscheibenfall belohnte. Und weil ich es noch immer nicht in meinem Leben haben wollte, kam ein paar Jahre später der Zweite! Jetzt fing meine harte Schale langsam an zu bröckeln. Ich kam zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal auch in Kontakt mit dem spirituellen Aspekt in mir und verstand, das ich als geistiges Wesen hier bin, um Erfahrungen in meinem menschlichen Körper zu machen. Ab dieser Zeit lernte ich, der feinen und zarten Seite meines Wesens einen größeren Raum in meinem Leben zu geben.

Damit deine feine und zarte Seite gesehen und wahrgenommen werden kann, schenke ihr doch einfach ein wenig Unterstützung.

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Seelenhygiene

So wie du regelmäßig deinen Körper reinigst, dein Haus oder deine Wohnung putzt, den Garten von Unkraut befreist, die Mülleimer ausleerst oder dein Email Postfach ausleerst so ist es sinnvoll, das du Seelenhygiene betreibst. Die Verbindung zu deiner Seele ist oft verstopft von alten Erinnerungen, Verletzungen, Ängsten, Sorgen, Ärger und so weiter. Das alles verstopft, über einen längeren Zeitraum gesehen, deine Energiekanäle und damit auch die Wahrnehmung des Feinen und Zarten in dir.

 

Aufmerksamkeit und bewusstes Atmen

Das Zarte und Feine in dir freut sich darüber, das du ihm ein wenig mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenkst. Und zuhörst! Dein Atem ist dabei ein wichtiges Werkzeug. Der Atem ist deine Verbindung von deinem Inneren zur deiner Außenwelt und umgekehrt. Der Atem ist Lebenselixier. Er verbindet dich mit allem in dir und um dich herum. Der Atem bringt dich an jeden Ort. Du kannst dich überall hin atmen – durch Raum und Zeit. Du kannst dich über den Atem mit allem Sichtbaren und Unsichtbaren verbinden. So ist es naheliegend, dass du dein bewusstes Atmen nutzt, um dich mit deinem feinen und zarten Aspekt in dir zu verbinden.

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Die inneren Augen

Wenn du das nächste Mal auf deinem Meditationskissen sitzt, dir in der Mittagspause einen Moment Ruhe gönnst, du kurz vor dem Einschlafen bist oder zu einer anderen, dir passenden, Gelegenheit – gehe mit deiner Aufmerksamkeit in deinen inneren Herzraum und lenke deinen Atem dort hin. Atme einige Male in deinen Herzraum hinein. Öffne deine inneren Augen und halte Ausschau, wo in dir du diesen feinen, zarten Teil wahrnehmen kannst. Das kann einige Momente dauern. Wenn du ihn gefunden hast – belebe und erwecke ihn mit deinem Atem. Tue dies immer wieder. Regelmäßig, immer wieder! Lass dir Zeit. Beobachte, was in deinem Leben geschieht, wenn dieser Teil in dir wieder eine Rolle spielt.

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